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... schufen. Und plötzlich wusste ich, warum man von edler Linie und Form spricht. Und ein andermal begegnete ich einem Mädchen. Es hatte feuerrotes Haar, milchweisse Haut und ein paar Sommersprossen drin. Auf der Schulter trug es eine hölzerne Heugabel. Und da erkannte ich, dass eine solche Gabel keiner schnitzen kann, der es um Geld tun wollte. In all ihrer Einfachheit war diese Gabel ein Kunstwerk. Nicht um Geld? Soll denn der Künstler, der Volkskünstler verhungern? Um Gottes willen, nur das nicht. Er soll leben! Lange leben-, und wenn er stirbt,, wieder geboren werden. Nur eines soll nicht sein: Der Verdienst darf nie erste Triebfeder zu seiner Arbeit bilden. Nie. Das muss tiefer liegen. Dieses eine Etwas' muss sinnen, muss wachsen, bis die Hand sich regt, bis der erste Gedanke, wenn man von einem solchen reden darf, in den Stoff fliesst, sich zu offenbaren. Und dann ringt dieses ungenannt sein Wollende zäh und handgreiflich um die Form, die es der toten Materie geben will. Kein Gedanke darf den Erfolg, den Lohn streifen. Es gibt kein Zuviel an Mühe und Arbeit. Dafür aber wahre Schöpferfreude. So entsteht ein Kunstwerk, und wenn es auch nur eine schöngeschweifte Jleugabel wäre. Warum waren früher so viele Handwerker Künstler? Hauswände, Türschlösser, Truhen zeugen davon. Auch zeigt der farbige Reichtum an alten Trachten, dass die Frau dem Manne nicht ...
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