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... frönte er seinen Leidenschaften: Er liebte Technik in jeder Form, ließ die Zugbrücke des elterlichen Schlosses per Elektromotor hochklappen und eröffnete eigene Entwicklungswerkstätten, in denen er mit seinen Mechanikern an Autos und Motorrädern schraubte, er zumeist mit weißen Leinenhandschuhen. Er war anglophil, kleidete sich in Tweed, rauchte Pfeife und sammelte seltene Vögel. Mit Schnellbooten und Flugzeugen pflügte er durch die Elemente, Sportwagen ließ er nach seinen Vorstellungen umbauen – darunter einen spektakulären 1930er Mercedes SSK, heute im Besitz der Sammlung von Ralph Lauren – und versuchte sich an der Konstruktion eines Rennwagens. In das Projekt brachte er zwar kaum mehr als sein Geld und seine Werkstätten ein, aber das war des Guten auch genug, denn der 1935er Monaco-Trossi mit Sternmotor und Frontantrieb entpuppte sich als eine der größten Pleiten der Motorsportgeschichte. Befriedigung brachte ihm indes eine ganz andere Unternehmung: der Bau des ersten Vespa-Rollers. Als er bei einem Bergrennen auf den siebten Platz fuhr erwärmte sich Trossi 1931 verstärkt für Autorennen. Monate nach dem Achtungserfolg kaufte er sich in die Scuderia Ferrari ein, und Enzo, der keinem wohlbetuchten Hoffnungsträger einen kostenpflichtigen Ritt auf dem springenden Pferd verweigert hätte, machte ihn umgehend zum Präsidenten. Ohne ...
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