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... nur die eine Seite des Geschehens, die technischwirtschaftliche, die einen selten unterbrochenen Aufstieg unseres Volkes zeigt. Viel wellenhafter ist die soziale Seite. Sie zeigt einen wechselvollen Kampf des Menschen mit der von ihm erfundenen Technik, zeigt diese Technik nicht nur als den Helfer in der Überwindung der feindlichen Elemente, sondern oft auch als gefährliche, feindliche Macht, welche die soziale Ordnung, Staat und Gesellschaft, umwirft und durch neue Organisation überwunden werden muß. Die Wirtschaftsgeschichte der letzten Jahrhunderte Deutschlands laßt sich auf diese einfache Formel bringen. Eine bestehende, feste Ordnung wird gesprengt von der Technik. Diese Zerstörung der mittelalterlichen Organisation, des Zunftwesens und Marktwesens, der städtischen und kleinstaatlichen Gewerbeund Nahrungjpolizei, war notwendig, damit neue technische Kräfte sich entfalten konnten. Vor allem die Verwertung der Dampfkraft mit ihrer Umwälzung des Verkehrswesens mußte die engen Schranken brechen. Es ist die Aufgabe und das Verdienst des Liberalismus, des Individualismus gewesen, den neuen Kräften freie Bahn zu schaffen und damit neue Entwicklungsmöglichkeiten in Wirklichkeiten zu verwandeln. Der wirtschaftlichtechnische Erfolg ist ungeheuer: Auf dem deutschen Boden lebten bei Kriegsausbruch dreimal soviel Menschen ...
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