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... das nicht verwunderlich? Als Architekt für Stadtund Landplanung kam ich 1927 nach Habana, der Hauptstadt Cubas. Im Dienste des dortigen Ministeriums für öffentliche Arbeiten fiel mir die eingangs angeführte Tatsache zum erstenmal in ihrer ganzen Tragweite auf. Dies bestärkte meine schon aus Europa mitgebrachte Erkenntnis, dass der moderne Städteplaner etwas über den Verkehr wissen muss. Und nicht nur das. Die Städteplaner sind verpflichtet — liegt es doch in ihren Händen —, die Lösung der so überaus brennenden Verkehrsfrage zu finden, denn die wichtigste Voraussetzung, sozusagen die Grundlage des modernen Städtebaues und der Stadtregulierung ist eine auch für die weitere Zukunft entsprechende Verkehrsplanung. Im ersten Halbjahr 1928 hatte ich dann Gelegenheit, dieser Erkenntnis eine Tat folgen zu lassen. Ich konnte ein Verkehrsprojekt für Habana ausarbeiten, das steh auf mein während der Vorstudien gefundenes System «Strassenkreuzung ohne Fahrkreuzung» aufbaut. Immer mehr von der ungeheuren Wichtigkeit einer raschesten Verkehrsreform überzeugt, bin ich später nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika gekommen, um in diesem verkehrsstärksten Lande der Welt das so existenzwichtige Verkehrsproblem zu studieren. Und abermals erlebte ich eine Ueberraschung. Auch in diesem Lande werden die Strassen nach wie vor für Pferdefuhrwerke gebaut, und die ...
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