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... AG. Doch Hannover ist nicht weit von Wolfsburg und 1982 beruft man ihn zurück – als Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Damit begann für VW eine Phase der Internationalisierung. Er streckt seine Fühler nach China aus, revitalisiert die Mehrmarken-Strategie mit Audi als Premiummarke, übernimmt Seat, später Skoda. Er denkt und agiert global. Dabei nutzt er für Volkswagen die geostrategischen Umbrüche so erfolgreich wie kein anderes Unternehmen in dieser Zeit. Den Kontakt zur DDR, von Volkswagen bereits in den 1970er-Jahren entwickelt, vertieft er: Man verhandelt über eine Produktionslizenz des EA 111-Motors (Vierzylinder bis 1300 ccm). Erst 1988, kurz vor dem Zusammenbruch der DDR, wird das Projekt als Trabant 1.1 umgesetzt – zu spät für einen Erfolg. Doch rechtzeitig für eine Überbrückung der Kapazitätsengpässe nach der Wende. Als nach dem Fall der Mauer ein Besuch in Zwickau ansteht, staunen die VW Manager, unter welch geradezu unmenschlichen Bedingungen die Trabi-Produktion in den alten Horch-Hallen stattfindet. »Die Leute waren hochqualifiziert, aber das System, gegen das man sich nicht wehren konnte, war eine Katastrophe. Das war die Ablösung des dritten Reichs in der DDR.« Obwohl eine neue Fabrik vor den Toren Zwickaus bereits startklar für eine Produktion von 100.000 Fahrzeugen pro Jahr ist, kann die DDR die Inbetriebnahme des ...
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