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... Will man die ganze Bedeutung dieser Re gierungsentscheidung würdigen, so muß man - wohl oder übel — nochmals auf den Aus gangspunkt des Preisstreits zurückgehen. An gefangen hat es mit des Bundeswirtschafts ministers Maßhalte-Appell, der für die Ver waltung des Volkswagenwerks eine unange nehme, ja peinliche Überraschung bedeuten mußte, nachdem sie etwa drei Wochen zuvor die Preiserhöhung für den VW 1200 zum 1. April beschlossen hatte. Der Fehler der Ver waltung war nun, daß sie aus dieser Über raschung nicht die einzig mögliche Konse quenz gezogen und die bis dahin für die Öffentlichkeit noch geheime Preiserhöhung nicht um einige Wochen verschoben hat. Or ganisatorisch hätte dies möglich sein müssen; und so drängend konnte die Kostensituation des Werkes gar nicht sein, daß man mit höhe ren Preisen nicht noch einige Wochen hätte warten können. Der einzige Vorwurf aber, der dem Werk daraus vorerst gemacht werden kann, ist der, daß es in diesem Fall publi zistisch schlecht beraten war und seine Stel lung in der Öffentlichkeit offensichtlich falsch eingeschätzt hat. Mehr nicht, auch wenn man von der Notwendigkeit der Preiserhöhung nicht unbedingt überzeugt ist. Denn verlangt man einerseits von einer Volksaktiengesell schaft, daß sie Pflichten und Rechte nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu tra gen hat, so kann man sie andererseits nicht ...
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