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... die Konkurrenz mit dem Maserati Merak, dem Lamborghini Urraco und Porsche 911 allesamt 2+2 im Angebot hatten. Ferrari sprach sogar von einem Kundenwunsch. Dass die hinteren Sitze mit ihrer minimalen Beinfreiheit nur im äußersten Notfall belegt werden können, war kein Kriterium – das sah bei der Konkurrenz nicht anders aus. Man setzte auf eine vermeintlich sichere Karte und engagierte ausnahmsweise Bertone in Gestalt dessen talentierten Chefdesigners Marcello Gandini. Jenes Mannes, der mit dem Miura eine Ikone geschaffen hatte und mit dem Urraco seinerzeit einen 2+2-Sitzer im zeitgemäßen Blechkleid präsentierte. Doch dabei wurde übersehen, dass ein Lamborghini extrovertierter im Zuschnitt ist und sein darf als ein Ferrari. Das Ergebnis sah deshalb für viele Kunden damals gewöhnungsbedürftig aus. Verglichen mit den barocken, weichen Pininfarina-Formen eines Dino 206 und 246 war der 308 GT4 für die Kunden ein Schock. Da stand ein Keil im Trend der Zeit mit Klappscheinwerfern und halb verdeckten Lüftungsschlitzen. Letztlich kopierte und entwickelte Gandini seinen damaligen Stil mit dem GT4 weiter und erfüllte die Vorgabe eines 2+2 Mittelmotor-Sportwagens mit kompakten Abmessungen und akzeptablem Kofferraum. So oder so, das Design wurde mehr oder weniger verrissen und bekam weder Exotennoch Mitleid-Bonus. Da war es am Ende nicht verwunderlich, dass es ...
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