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... ist, braucht man schnell Ersatz. So erhält den Trainingswagen der Franzose André Simon: Zum Missfallen der heimischen Presse tritt Mercedes erstmals ohne einen deutschen Fahrer an. Dafür stehen Fangio und sein Kollege Stirling Moss in der ersten Startreihe und rahmen dort ihren schärfsten Konkurrenten ein – Alberto Ascari, Weltmeister von 1952 und 1953, auf dem wendigen Lancia D50. Hundert Runden im Kurvenkarussell stehen ihnen bevor. Bei den meisten Sportwagen-Wettbewerben inszenierte man damals den »Le Mans-Start«, benannt nach der 24-Stunden-Strapaze in Frankreich. Ein spektakuläres Schauspiel, das die Zuschauer faszinieren konnte, bei den meisten Fahrern aber wenig beliebt war. Sie mussten sich gegenüber ihren in langer Reihe entsprechend den Trainingszeiten angeordneten Fahrzeugen aufstellen, auf das Startzeichen hin über die Bahn sprinten, je nach Wagentyp die Tür aufreißen oder sich direkt auf den Sitz schwingen, den Motor anlassen – und los ging die wilde Jagd mit ohrenbetäubendem Dröhnen. Pech, wenn das Triebwerk nicht sofort ansprang: Dann konnte man nur versuchen, sich ohne Blechschaden in die vorbeijagende Meute einzufädeln. Es gab allerdings auch ausgesprochene Spezialisten für diese Form des Starts, allen voran Stirling Moss: Der Engländer praktizierte manchmal für diese kurze Strecke sogar einen Tiefstart wie die Leichtathleten. Vor uns harrt ...
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