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... der Käfer ein halbes Jahrhundert lang hatte, zeigt in Wirklichkeit doch nur eines: Ein paar Flöhe sind noch lange kein Grund, einen treuen Hund nicht zu lieben. Gegen Flöhe gibt es Puder. Die Zubehör-Industrie jedenfalls stäub te den Käfer schon in seiner ersten Hochblüte ordentlich ein. Gegen fehlende Ablagen etwa bot der Textilfabrikant E. Smerz- Barth das Dachnetz Com fort an, das im Heck aufgespannt wurde und bei VW-Fahrem „allgemeinen Bei fall“ fand. Gegen die grassierende Instrumenten- Armut der frühen Jahre ging der Ingenieur O. Dehne aus Urach mit schmissigen Pro dukten und ebensolchen Reimen vor: „Die Dehne-Benzinuhr zeigt gut, ob Ebbe im Tank oder Flut!“ Nicht zu vergessen den Umleg-Schalthebel: „Sehr praktisch und die Verkehrssicherheit fördernd.“ Kurt Herzer aus Karlsruhe wünschte „Gute Fahrt mit Flexiform“ und hoffte auf entsprechenden Absatz seiner Rückenstüt zen aus Korbgeflecht, während die Kupfer- Asbest-Companie in Heilbronn den rundli chen Fünfsitzer mit der Kaco-Klemmlampe zusätzlich erhellte: „Unübertroffen in Konstruktion, Qualität und Anwendungs möglichkeit.“ Dabei genügte schon der Besitz eines nackten Käfer, gerne auch gebraucht und noch ohne Schiebedach oder Radio, um in den fünfziger Jahren einen Hauch von Lu xus und Lifestyle zu verbreiten. Die Zwei- Klassen-Gesellschaft an den damaligen Grundschulen sortierte ...
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