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... Pagode zierlich und zerbrechlich. Ist sie aber nicht: Sie war eines der ersten Serienfahrzeuge, die sich mit Knautschzonen und Sicherheitsfahrgastzelle brüsten durften. Die Betonung der Sicherheitsaspekte zeigt sich auch beim Einsteigen: Ein suppentellergrosser «Brustpralltopf» bildet das Zentrum des Lastwagenlenkrads. Eine Art Vorgänger des Airbags. Und Gurte gibts auch – damals noch gegen Aufpreis. Heute sind sie glaub serienmässig bei Mercedes, oder? An Sofas gemahnendes blaues Gestühl nimmt mich auf, bourgeoises Wirtschaftswunder-Deutschtum lullt mich ein. Sauber gemacht, all das. Dann surrt der feine Reihen-Sechszylinder los. Auch das geschieht gepflegt und kultiviert – zumindest bis 3000 Touren. Darüber wirds dann doch noch richtig sportlich brummig, und es macht sich Sportwagenfeeling breit. Na also, geht doch. Der 230 SL outet sich mit seinen 150 Rossen als wunderbares Cruisergerät und legt gemäss Werk immerhin 200 km/h in die Waagschale. Apropos Werk: Von dort bekommt man auch im Jahr 2008 quasi innert Stunden noch jedes Original-Ersatzteil. Es ist schon beeindruckend, wie Mercedes die Markenherkunft pflegt. Chapeau. Dies und die robuste Bauweise der Pagode macht sie absolut alltagstauglich. In der kälteren Jahreszeit schützt ein Hardtop die Insassen vor Wind und Wetter – obwohl Herr Doktor im Ruhestand die Preziose sowieso nur dosiert den ...
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