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... gewesen. Nachdem Marcel Renault 1903 bei »Paris-Madrid« tödlich verunglückte und der zweite Bruder Fernand 1909 an einer Krankheit starb, leitete Louis die Firma alleine. Zeitweise baute er mehr Autos als Ford und entwickelte Renault in den 30ern zu einem der erfolgreichsten französischen Unternehmen. Seine Patente sind zahlreich: Antrieb der Hinterräder per Kardanwelle, einschraubbare Zündkerze, Hydraulikstoßdämpfer, Sicherheitsgurt, Trommelbremse und viele weitere mehr. 1929 hatte er nach Henry Fords Vorbild auf die Seine- Insel Seguin ein neues Werk mit moderner Fließbandtechnik gesetzt. Argwöhnisch wachte er über ein Reich, an dem die Familie 95 Prozent hielt. Gier und Macht ließen Renault zu einem paranoiden Napoleon werden, der seine Arbeiter mit Missachtung strafte. Renault verabscheute sozialistisches Gedankengut; Differenzen mit Gewerkschaften pflegte er nach dem Prinzip »drangsalieren und zerschlagen« zu lösen. Seine antisemitische Einstellung brach heraus, als er Rivale André Citroën als »kleinen Juden« verunglimpfte. 1935, 1938 und 1939 besuchte er Hitler – Bilder, die ihn mit dem »Führer« und Göring auf der Berliner Automesse zeigten, weckten zuhause ungute Gefühle. Während des Krieges sollen seine Arbeiter bei für die Deutschen bestimmten Lkw die Ölmessstäbe so manipuliert haben, dass die Motoren festgingen. Und ...
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