Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit hineinträgt. Die Stellung des Menschen zu den Bergen und dem Meer ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. Die Schönheit der Berge, von einzelnen grossen Renaissancemenschen bereits erkannt, wurde praktisch erst im 18. Jahrhundert für die Welt entdeckt. Und es dauerte ein weiteres halbes Jahrhundert, ehe die Reize des Meeres gefunden wurden. Beide Male waren es literarische Entdeckungen. Die Naturauffassung machte dann zwar eine Reihe von Wandlungen durch, die in den verschiedenen literarischen Strömungen zum Teil Ausdruck, zum Teil Anregung fanden. Aber lange Zeit war es in der Hauptsache doch immer die gleiche Melodie, die aus der Brust des Wanderers erscholl. Das Wandern war die unbewusste Synthese von Naturbetrachtung, Wissensbereicherung und körperlicher Betätigung. Dann kam die Zeit der Alpinistik, bei der das Element des Sportlichen bei weitem überwiegt. Die ersten, die auf die Berggipfel kletterten, stellten das kosmische Gefühl meist über die körperliche Leistung. Aber schon das Rennen um Erstbesteigungen, die Sucht, einen Berg von immer neuen und immer schwierigem Seiten aus zu besteigen, zeigt, wie der reine Sport, die körperliche Anstrengung, das «Schwitzen», in den Vordergrund geschoben wird. Es ist wiederum die Flucht aus der Stadt, und zwar derjenigen Leute, die infolge ihrer vorwiegend geistigen Tätigkeit ...
Kommentare