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... gab. Bis dahin waren die Chrysler-Designs – gelinde gesagt – fade gewesen. Der damalige Präsident, K. T. Keller, mochte beispielsweise eine hohe Dachlinie an seinen Autos, weil er der Meinung war, dass Männer immer einen Hut tragen sollten. Exner hatte andere Vorstellungen und setzte diese ab 1955 mit dem »Forward Look« um. Zwei Jahre später kreierte er auf dem Höhepunkt seines Schaffens den Imperial. Imperial trat als eigenständige Marke auf ohne jeglichen Hinweis auf Chrysler am Auto. 1957 war das beste Jahr des Imperial, weil das Styling so frisch und neu war. Es gab sogar einen eigenen Slogan: »Plötzlich haben wir 1960!« Das vermittelte den Eindruck, als sei der Imperial der Branche um drei Jahre voraus. Die Produktionsjahre waren geprägt von ungezü- geltem Optimismus. Der Liter Benzin kostete 25 Cent, das Fernstraßennetz entstand gerade, die Eroberung des Weltalls nahm ihren Anfang und noch niemand dachte an Klimawandel oder an Krebs durch Zigarettenkonsum. Und die Imperial waren riesig, stark wie Panzer. Ich kann mich erinnern, dass sie bei Stockcar- Rennen verboten wurden, weil ihre massiven Rahmen, die stärker als alle anderen waren, als unfairer Vorteil betrachtet wurden. Als ich ein junger Mann war, standen diese Autos für alles, was wir an amerikanischen Fahrzeugen hassten. Sie wogen zweieinhalb Tonnen, vertilgten Unmengen von Benzin, hatten ...
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