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... schlechten und holprigen Wegen nichts sonderlich Angenehmes war. Die Wagenbauer erkannten diesen Notstand und suchten ihm durch Aufhängen des Wagenkastens an Riemen entgegenzutreten. Dadurch wurden die harten Stösse zwar gemildert, aber es trat die unangenehme Schaukelbewegung dazu. Bei Regen wurden diese Wagen mit Leder oder sonstigen Vorhängen geschlossen und die Reisenden sassen im Finstern. So kam es dazu, dass fast das ganze Mittelalter hindurch alle Reisen zu Pferde ausgeführt wurden. Eine Aenderung Reisewagen vom Ende des 15. Jahrhunderts. Holzschnitt. (Mit Genehmigung von Gottfried Lindner A.-G., Ammendorf.) brachte erst der ritterliche Minnedienst. Den Grossen des Landes und den Damen wurde das Vorrecht des Fahrens im Wagen eingeräumt, und so entstunden die oft reichgeschmückten und mit gepolsterten Sitzen versehenen Reisewagen, in denen die Damen Platz nahmen, begleitet von ihren Rittern zu Pferd. Allgemeingut war indessen die Benützung des Wagens zum Reisen damit noch nicht geworden. Das blieb noch lange ein Privileg der Fürsten und Grossen im Lande, welche mit dem benötigten Schütze reisen konnten. Die wenigen Landstrassen, welche damals unser Land durchzogen, waren nicht nur durch Strolche und Diebe unsicher gemacht, sondern auch durch die Raubritter, welche trotz der Geleitbriefe der Behörden Reisende ausplünderten und gefangen nahmen, um ...
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