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... Doch da sich »Lord Lord« irgendwie albern anhörte, wählte er lieber den Titel 1st Baron Lambury of Northfield. Er züchtete Rinder in Gloucestershire und erlag nach Jahrzehnten als erbarmungsloser Kettenraucher am 13. September 1967 einem Herzleiden. Doch wer weiß, ob er nur ein Jahr darauf die Zwangseingliederung seiner geliebten BMC in das künstliche Konstrukt British Leyland verkraftet hätte. Lord ist den meisten Zeitzeugen als rauer und auch in seiner Diktion oft unflätiger Manager in Erinnerung geblieben. Sein Biograf Martin Nutland deckte gleichwohl Unsicherheiten auf. So kultivierte er den »Brummie«- Akzent von Birmingham, um seine Herkunft aus Coventry zu verschleiern. »Ich glaube nicht, dass Leonard Lord ein Psychopath war, obwohl er schon einige tiefsitzende Persönlichkeitsstörungen aufwies«, bekennt Nutland. Lord fasste seinen Führungsstil einmal so zusammen: »Steht die Tür nicht offen, dann tritt sie auf.« Und brüstete sich wenig jugendfrei damit, dass BMC für »Bugger My Competitors« stehe. Was im Deutschen so viel heißt wie »fXXX meine Konkurrenten.« Seine streng rechte und gewerkschaftsfeindliche Haltung war sicher ein Brutkasten für die industriepolitischen Unruhen, die British Leyland in den 70ern schwer erschütterten. Nicht gerade ein Typ zum Anfassen, aber ein knallharter Geschäftsmann und treibende Kraft der einst stolzen ...
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