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... Grundfesten mein Ruf als Oldtimerkenner ruht, muss ja nicht das ganze Quartier wissen. 120 PS leistet der Motor mit der mechanischen Bosch-Einspritzung und schiebt den Stern, den ich am Horizont bzw. am Ende der Motorhaube entdecke, gepfl egt vorwärts. Das Ponton-Cabriolet galt zu seiner Zeit als besonders gelungene Entwicklung, denn erstmals wurde mit ihm bei Daimler-Benz eine selbsttragende Carrosserie ohne Dachstreben eingesetzt. Das erforderte eine besonders steife und damit besonders schwere Bodengruppe, um Verwindungen zu vermeiden. Das Cabriolet war aus diesem Grund trotz kürzeren Radstandes und bloss zwei Türen 100 Kilo schwerer als die entsprechende viertürige Limousine. Schwer und solide sieht der 220 SE ja auch aus, man erlebt also keine Überraschung, wenn die Beschleunigung einen nicht in den Sitz drückt. Dennoch ist es ein königliches Vergnügen, ihn zu bewegen: In der kutschbockartig aufrechten, aber sehr bequemen Position cruist man in diesem weich gefederten Schlitten über die Landstrassen. Ich empfi nde dabei ein Gefühl von Unantastbarkeit, von Überden-Dingen-Stehen, während der Wind – nein, nicht das Haar – den Schal fl attern lässt. Mit den Diagonalreifen gilt es Kurven nicht zu unterschätzen, und Fahren im Schnee kann man damit sowieso vergessen. Darum treten wir die Rückfahrt an. Wenn ich übrigens das nächste Mal vor ...
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