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... | WERKZEUG DES VERBRECHENS 42 «Nash Ambassador, der vornehme, gediegene Wagen besonderer Prägung!» Armin Bannwart muss eine gewisse Genugtuung verspüren, als er die Anzeige der Automobilwerke Franz AG in der Morgenausgabe der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 29. Juni 1951 liest. Der 39-jährige Teilhaber des Bankhauses Ernst Winterstein und Co. in Zürich ist stolzer Besitzer eines 1948er Nash 600. Ob ihm die kurze Meldung auf Seite 3 auffällt, weiss man nicht: «Wie das Polizeikommando des Kantons Zürich am Mittwochabend mitgeteilt hat, sind in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni im Zeughaus Zürich-Höngg fünfzehn Maschinenpistolen samt 9685 Schuss dazugehöriger Munition durch unbekannte Täter entwendet worden.» Am 11. November desselben Jahres ist ein in Frankfurt stationierter US-Offizier sehr erstaunt. Als er aus einer Bar in Zürich in die neblige Nacht tritt, ist sein Nash verschwunden. Als der gestohlene Wagen kurze Zeit später wieder auftaucht, fehlen zwei Benzinkanister und ein Offiziersmantel. Der «Dämon» und der «infantile Draufgänger» Ernst Deubelbeiss und Kurt Schürmann haben den Nash für eine Testfahrt gebraucht. «Deubelbeiss ist der Dämon, Schürmann der infantile Draufgänger», urteilt die Presse später. Die beiden haben sich 1946 in der Waadtländer Strafanstalt Bochuz kennengelernt. Nach ihrer Freilassung treffen sie sich in Zürich wieder ...
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