Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... auf die fast 50 Spitzkehren der Nordostrampe von Prad auf die Passhöhe vorzubereiten, die mein MG bald unter die Räder nehmen darf. Vor dem Start checke ich sicherheitshalber noch Öl, Kühlwasser und die Bremsen – alles scheint O.K. Hinter Trafoi bin ich fast 30 Kilometer lang nur am Kurbeln: Dritter Gang, Spitz kehre voraus, bremsen, herunterschalten in den Ersten, scharf einlenken, dann mit viel Gas und leicht schwänzelndem Heck wieder herausziehen und bei 4500 U/min hochschalten. Bis zur nächsten Kehre, bei der das Spiel von Neuem beginnt. Es sind kaum andere Fahrzeuge vor uns, Montagvormittag ist ein guter Zeitpunkt zum Pässe fahren! Die Kehren folgen dicht aufeinander, selten sind einmal ein paar hundert Meter gerade Strecke dazwischen, in denen ich bestenfalls den dritten Gang erreiche. Der Wagen hält sich mustergültig, die Bremsen sind standfest, der Motor bleibt von der zunehmenden Höhenluft unbeeindruckt und schnürt ohne jeden Aussetzer oder Verschlucker bergauf. Das hatte ich vor vielen Jahren mit einem 190 SL anders erlebt. Damals war es allerdings so heiß, dass der Benz schon auf halber Strecke einfach ausging: Das Benzin verdampfte im Vergaser und kein Kraftstoff erreichte mehr den Motor. Erst nach einer halben Stunde Abkühlpause ging es endlich weiter! Das Problem haben wir heute nicht, der Brite bleibt bis zur Passhöhe cool. Nach ...
Kommentare