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... Siegen fand, sind gerade durch ihre überwältigende Geradheit und Schlichtheit das Verderben unserer Gegner geworden. Was wir an Worten von ihm besitzen, stellt nach deutscher Auffassung höchste Werte dar. Mit wenigen unmißverständlichen Worten formschön gefaßte Gedanken, deren Größe hinter Schlichtheit sich birgt. Auch Wilson ist zweifellos ein Mann von hervorragenden geistigen Fähigkeiten. Wer wollte das bestreiten? Seine Größe liegt in derjenigen Denkweise und Wortkunst, die der Jurist „Dialektik", — der einfache Mann aus dem Volke „Wortverdrehen" heißt. Wer hätte nicht zuweilen mit Verblüffung an sich selbst beobachtet, wie solche Wortkunst eines Rechtsanwaltes, eines Weinreisenden oder dergleichen eine vorher klare Sache zu verwirren, einen vorher fest gefaßten Entschluß selbst ohne gute Gründe zu erschüttern vermag? Wilson wurde Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, weil er ein glänzender Künstler des Wortes war. Denn nicht auf Grund von Taten, sondern unter dem Einfluß von Reden wurde er gewählt. Wäre im Jahre 1914 in Deutschland ein großer Heerführer gewählt, nicht ernannt worden, — nie wäre die Schlacht von Tannenberg von Hindenburg geschlagen worden. Denn dann hätten wir einen Generalfeldmarschall der Worte, nicht einen der Taten erhalten. So groß die Worte unseres Hindenburg sind, — sie sind nicht groß an Zahl und von ...
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