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... die Schriftzüge und die Strecken (Targa Florio, der Dunlop-Bogen von Le Mans). Dieses Buch ist ästhetisch und visuell inspirierend, vermeidet Lifestyle-Plattitüden und missionarische Cool-Definitionen. Der einzige Wermutstropfen für die andere Hälfte der Menschheit: In diesem reichen Kaleidoskop von Porsche-Typen gibt es nur zwei Frauen. Das ist schade. Das Buch von Ulf Poschardt (heißt er wirklich so? Porschheart?) ist gar kein Buch zum Lesen, sondern eine Aneinanderreihung intelligenter Kalenderblättersätze: »Es war ein Bruch mit dem Zeitgeist der Nazis und eine Herausforderung für den aufziehenden Zeitgeist, in dem ein Luxusgut wie ein Sportwagen im Wiederaufbau-Calvinismus eher keinen Platz zu haben schien.« Oder über den 356: »Er verweigerte die großen Gesten. Er war flink und kompakt: eine Antithese zu den mächtigen Kompressor-Mercedes der Nazis, die dem Atelier von Arno Breker entsprungen schienen.« Oder: »Die Zierlichkeit des Porsches kam ohne Machismen aus. Es waren sportliche, selbstbewusste, zum Teil tomboyliche Damen mit einer aufreizenden Natürlichkeit, die ihre eigene Rolle nicht von der Gesellschaft definiert wissen wollten, sondern von sich selbst.« Wie soll ich einem Buch mit solchen Sätzen nicht verfallen? Paul Frère war einer, der konstruierte, fuhr und schrieb. Mehr Verständnis für die Autos ...
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