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... am liebsten noch verschärft wünschte. Denn scheußlich soll immer noch gerade über Belgien die feindliche Spionage blühen. Auf der Bahnfahrt nach Brüssel merkt man wenig vom Kriege. Im Bahnzuge natürlich ist alles militärisch, vom Schaffner bis zu den Fahrgästen und die paar armseligen Zivilisten sind nur geduldete Gäste. Auch freut man sich über die militärische Streckenbewachung und die lustigen, teils mit launigen Inschriften geschmückten Unterkunftshäuschen der Wachen. Sonst ist vom Kriege nur zu merken, daß die Bahnhöfe erheblich sauberer sind als früher. Die Felder ringsum die Bahnlinie sind tadellos bestellt und nur ganz selten sieht man an einzelnen Punkten Zerstörungen irgend welcher Art. Ein seltsamer Eindruck ist nur die Sauberkeit der Luft und das Stilliegen so vieler Fabrikschornsteine. Manche Werke sind ja in Betrieb, Die Mehrzahl steht aber doch still. Besonders befremdend ist dieser Eindruck bei Lüttich, dieser reinen Fabrikstadt, Sehr merkwürdig ist auch die Ankunft auf dem Nordbahnhof in Brüssel, diesem ganz hervorragend schmutzigen und unübersichtlichen, häßlichen großen Bahnhofe. Er ist wie umgewandelt und gleicht heute dem zwar gewiß nicht gerade schönen, aber ordentlichen Potsdamer oder Anhalter Bahnhof in Berlin. Und das ist mit nur ein wenig Ordnung und einigen Holzbarrieren erreicht worden. Der gleiche Eindruck der ...
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