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... daß bei zu hohen Temperaturen das Schmieröl seine Schmierfähigkeit verliert und der Kolben festbrennt. Gelingt es, das Schmieröl auszuschalten, und etwa durch Graphit zu ersetzen, dann ist an sich kein Grund einzusehen, warum wir nicht die Temperatur des Motors gewaltig steigern und seinen Wirkungsgrad entsprechend erheblich vermehren sollten. Wie sehr derartige Erweiterungen der Schmiertechnik an sich möglich sind, möchte ich Ihnen an einem Beispiel zeigen, Feiner, brennbarer Staub, wie Lykopodium, Generatorgas-Flugstaub, Holzkohlenstaub u. dgl., verpufft beim Durchblasen durch eine Flamme. das nach der anderen Seite der Temperaturskala führt. Das Linde'sche Verfahren zur Herstellung flüssiger Luft beruht auf der Abkühlung, die ein hochkomprimiertes Gas bei der Entspannung erfährt. Wenn man, so überlegte sich mit anderen der Franzose Claude, diese Entspannung durch eine Arbeitsmaschine vor sich gehen läßt, kann ein erheblicher Teil der Kompressionsarbeit erspart, bzw. wiedergewonnen werden. Dieser Gedanke war aber unausführbar, weil bei den tiefen in Betracht kommenden Temperaturen (ca. —195 Grad) jedes bekannte Schmiermittel gelatinierte und die Maschine festfrieren ließ. Claude ließ nun die Maschine bei gewöhnlicher Temperatur mit gewöhnlichem Schmieröl laufen und ersetzte dieses in dem Maße der Abkühlung der Maschine durch ...
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