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... so eine Idee konnte man nur in den 1970er-Jahren kommen. Trotzdem fühlt man sich sofort wie auf einer Zeitreise in die Zukunft, wie sie der Designer Marcello Gandini wohl vor Augen hatte, als er den Sibilo entworfen hat. Wer diesen Wagen nun aber als durchgeknalltes Konzept von anno dazumal abhakt, hat den Sinn dahinter nicht erfasst. Auf geradezu brillante Weise hat der Sibilo Ideen und Konstruktionsmethoden vorweggenommen, die in den folgenden Jahrzehnten bis in die Serienproduktion von Alltagsautos durchgesickert sind. Mehr noch: Man könnte den Wagen als ultimative Evolutionsstufe des Lancia Stratos bezeichnen – der Rallye-Waffe, auf der er basiert. Schön ist er nicht, zeitlos schon gar nicht. Aber immerhin ist es kein Design, das man sieht und wieder vergisst. Der Sibilo ist schon etwas ganz Besonderes. Der Treppenwitz der Geschichte ist, dass er es beinahe nicht zu seiner Enthüllung auf dem Turiner Autosalon im April 1978 geschafft hätte. Was gleichermaßen an der politischen und gesellschaftlichen Unruhe in Italien lag, als auch an der Tatsache, dass ein Zulieferer das Team im Stich gelassen hatte. Der Grundgedanke des Sibilo war es, neue Ideen zu präsentieren, allen voran die Verschmelzung der Fenster mit der Karosserie. Ziel war eine durchgehende Form oder – in den Worten von Bertone – eine »einheitliche Skulptur ohne Trennlinien«. ...
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