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... eben Kunst. Im gleichen Oberitalien konnte man vor 300 Jahren Geigen bauen, die nicht zu übertref fen sind. Man kann es heute nicht mehr, und vielleicht wird man in hundert Jahren auch keine reizvollen Karosserien mehr bauen. Die Bertone-Karosserie des Sport-Prinz findet vielleicht nicht jeder schön, und wir wollen keinen Streit über ihren formalen Wert vom Zaune brechen. Auf jeden Fall aber ist ihr das sonnige Herkunftsland anzusehen, solche Ka rosserien zeichnet man nicht in Neckarsulm, und auch nicht in Bremen oder in Sindelfingen. Man hat ihr „einen Schuß Verwegen heit" bescheinigt, und das ist genau der rich tige Ausdruck für die Art, mit der sich ihre Linien von der biederen Alltäglichkeit nor maler Serienkarosserien distanzieren. Man spürt die Unbekümmertheit des künstlerischen Zeichenstifts. Modellkleider und Modellkarosserien kosten Geld. Die Karosserie des Sport-Prinz wird zwar in Neckarsulm gebaut, aber es wurden nicht die sonst üblichen Zugeständnisse an die Serienfabrikation gemacht, jede Einzelheit blieb so, wie sie Bertone gezeichnet hat. Man kann sie also immer noch eine italienische Karosserie nennen, auch wenn sie aus deut schem Blech besteht. Und eine echt italienisch geschneiderte Karosserie, sei sie auch noch SEINE VORZÜGE Die Anziehungskraft des Sport-Prinz geht zweifellos hauptsächlich auf das Konto seiner ...
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