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... und die Leistung unserer Motoren — das sind eben die Ver kehrsunfälle. Da ist nicht viel zu ändern. Wir müssen den Preis bezahlen. Deshalb nützt es nichts, diese Verkehrserziehung und was da alles gemacht wird. Der technische Fortschritt wächst, und die Unfälle wachsen. Das ist ein Gesetz.“ Kurz vor dem Kriege fand in Paris eine Konferenz sozialistischer und kommunistischer Gewerkschaftler statt. Es ging um die Frage der Plan wirtschaft, vor allem um die Verstaatlichung des Transportwesens. Mitten in eine sehr heftige Debatte über die notwendigen Lenkungsmaßnahmen hinein fragte einer der Delegierten plötzlich: „Und was geschieht eigentlich mit den Opfern der Verkehrsunfälle?“ Das hatte man beim Planen aller dings noch nicht bedacht. Und es herrschte einen Augenblick betretenes Schweigen. Dann aber sagte ein führender kommunistischer Abgeordneter: ,.In einem perfekten sozialistischen Staat und in einem perfekt soziali sierten Verkehrssystem gibt es keine Unfälle mehr.“ Sie lachen? Auch das ist ein extremer Standpunkt, dieser völlig blinde und naive Fortschrittsglauben, dieser Glaube, daß man mit den Mitteln der Organisation und der materialistischen Dialektik einen gleichsam paradiesischen Zustand erreichen könne. Der Delegierte hatte vielleicht gut gerechnet; aber er hatte in seiner Rechnung einen Faktor vergessen, den man nicht einsetzen kann wie ...
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