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... 540 K CABRIOLET A schem Epizentrum, damals eines der berühmtesten Etablissements in Paris. Lucy hatte einen Riecher für neue Talente, wie Robert Scheerboom in seinem Buch über den 540 K schreibt, und bot ihren Entdeckungen eine Bühne im La Roulotte oder einem ihrer anderen Clubs an. Eines Tages sah sie auf der Straße eine junge Sängerin. Lucy gefiel ihre Stimme so gut, dass sie ihr sofort eine Rolle in »Juanles-Pins« anbot, einer Kabarettnummer. Die Sängerin hieß Édith Giovanna Gassion. Nicht lange, nachdem ihr Leben auf der Straße vorbei war, nahm Louis Leplee vom Cirque Medrano sie unter seine Fittiche und gab ihr den Künstlernamen, unter dem sie unsterblichen Ruhm erlangte: Édith Piaf. Sie trat viele Jahre lang im La Roulotte auf und verdankt einen Großteil ihres Erfolgs Lucy Franchi und Louis Leplee. Piaf widmete der Rue Pigalle sogar ein Chanson – »Elle fréquentait la rue Pigalle«. Piaf war bei Weitem nicht die Einzige, für die La Roulotte eine willkommene Bühne war. Paris hatte in den 30er-Jahren eine einzigartige Jazzszene, genau wie Berlin, und viele afroamerikanische Künstler zogen dorthin, weil sie in Europa eine größere Akzeptanz genossen als in den USA. Doch als Hitler 1933 an die Macht kam, wurde Jazz in Deutschland verboten, »da er nicht zur germanischen Kultur gehören würde«. Viele Jazzmusiker emigrierten daher ...
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