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... kein Thema, sie haben täglich beides; die Anflugschneise und ein immenses Verkehrsaufkommen auf der Strasse. Für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zählten bei der Beurteilung des Traktandums «Luftverkehrsabkommen mit der Schweiz» ausschliesslich die möglichen oder verlorenenStimmen bei der nächsten Wahl. Von uns können sie nichts erwarten, darum haben umweltrelevante Aspekte selbst die Grü-nen nicht interessiert. Herausgekommen ist eine unfaire Lösung; wieso sollen ein paar tausend Schwarzwälder in einem Naturschutzgebiet lebendürfen - und trotzdem von der guten Verkehrsinff astruktur profitieren können -, während andere überproportional leiden müssen? Es gibt dagegen kein stichhaltiges Argument. Freilich wurde die Meinung der Abgeordneten im konkreten Fall aus Süddeutschland diktiert. Dort herrscht, durch regelmässige Erlebnisse beeinflusst, derEindruck vor, wir wären Rosinenpicker, wir würden zwar unsere Flughafenprobleme gerne via Schwarzwald lösen, aber wie man als Süddeutscher problemfrei nach Italien (oder in das Tessin) reist, interessiere uns nicht. Die Konklusion heisst erneut: Erstens darf der Verkehr nicht zum Randthema abgleiten. Ungebremst ist es aber so; imGrundtenor haben Bundespräsident Rau und Bundespräsident Couchepin gleichentags, als der Bundestag die Schweiz abstrafte,von «ungetrübten Beziehungen» gesprochen. Und zweitens ...
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