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... nichts weiter zu berichten, das kennen wir ja wie unsere Westentasche : flach, flacher, am flachsten. Allmählich hört die „Palme der Mark", die Kiefer, auf, an ihre Stelle tritt Gemischtwald. Bei Krossen an der Oder passieren wir die schlesische Grenze; und dann kommt Grünberg. Wußten Sie, daß man in diesen Bezirken Schlesiens einen lieblichkräftigen, vollmundigen Wein baut? „Natürlich", sagen Sie als Berliner und lächeln ein bißchen mokant. „Ich kenne doch meinen Johannes Trojan!" Gewiß, wir kennen ihn auch und nehmen ihm sein köstlich witziges Spottgedicht auf den schlesischcn Wein nickt ein bißchen übel. Denn mit dem damaligen Mosel-Jahrgang ist er kaum besser abgefahren. Es war eben ein miserables Jahr, und da läßt man das Weintrinken lieber. Aber machen Sie sich die Freude und steuern Sie zur Feier ihrer Ankunft in Schlesien die Grünbergshöhe an. Es sitzt sich schön dort oben an einem der warmen Herbsttage, die mit leuchtenden Farben den dahingegangenen Sommer verschmerzen lassen. Feine Blume, nicht wahr? Kein Blender, sondern ein Wein „mit Herz und Körper", der sanft ins Blut geht. Aber wir sind ja verantwortungsbewußte Fahrer und wollen des Guten nicht zuviel tun. Und da wir schon diese Stelle zum Einfallstor gewählt haben — es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten —, so wollen wir nun auf der Strecke bleiben. Durch Neusalz, das ...
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