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... sehr effektiv, mit guten Bremsen und guter Straßenlage. Er lenkte gut ein, die Lenkung fühlte sich präzise und reaktionsschnell an. Sein leicht unruhiges Verhalten, Untersteuern oder nervöses Übersteuern, war in Hockenheim kein Grund zur Sorge. Ich erinnere mich nicht mehr an das Drehzahl-Limit, das mir gegeben wurde, doch es lag deutlich unter dem Maximum von etwa 8700 U/min, das 1955 erlaubt war. Das Auto klang wundervoll und zog schon bei niedrigen Drehzahlen wunderbar an, ohne eine plötzliche Leistungsexplosion bei höheren Drehzahlen. Das Fahren unter diesen Bedingungen war ein reines Vergnügen – mit hoher Suchtgefahr. Als ich nach meinem letzten Stint zurück in der Box war, war die erste Person, die michansprach, niemand anders als der berühmte Motorsport-Journalist Denis Jenkinson, der sofort alles darüber wissen wollte. »Weißt du«, sagte er nach einer Weile, »die haben ihn runtergerüstet, damit er mit normalem Benzin gefahren werden kann. Deshalb hattest du nicht die volle Power zur Verfügung, mit der der Wagen 1955 unterwegs war.« Damit hatte er natürlich Recht. 1955, zwischen Monaco und dem Grand Prix der Niederlande, traf Fangio die weise Entscheidung, in Belgien mit einem W 196 mit langem Radstand und freistehenden Rädern zu starten – und gewann damit das Rennen auf der ultraschnellen Strecke von Spa- Francorchamps. Zwanzig Jahre ...
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