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... nie. Mit 571 PS ist der SLS ein PS stärker als der Ferrari 458 Italia. Anders als der italienische 4,5-Liter- Rennmotor mit 180-Grad-Kurbelwelle stemmt der deutsche Hubraumriese sein Drehmoment auf eine 90-Grad- Kurbelwelle, stimmt also den Big- Block-Beat an. So patriotisch wie der AMG lospoltert, würde ihn sogar die US-Republikanerin Sarah Palin einbür gern. Vollgas. Nach 150 Millisekunden öffnen die beiden Drosselklappen, und acht Ansaugtrichter schlotzen die neun einhalb Liter fassende Airbox leer. Der V8 stampft aus der Tiefe. Es bebt das Trommelfell, es prickelt das Zwerch fell, es zieht der Nacken. Dabei ist die Eruption der 650 Nm bei 4750/min erst der Anfang; es folgt die Explosion der 571 PS bei 6800/min. Man muss den Entwicklern dankbar sein, dass sie die sen kribbeligen Saugmotor und nicht den Vl2-Biturbo-Haudrauf aus dem SL 65 AMG hinter der Vorderachse ver senkt haben. Es wäre ein Dragster und kein Dribbler entstanden. Dass das Messgerät nach Nullaufhundert bei 3,9 Sekunden verharrt, liegt nicht an fehlender Leistung, sondern an mangelnder Traktion. Gegen die Allrad-Macht eines Porsche 911 Turbo (3,3 Sekunden) kann auch die automa tisierte Launch-Control-Funktion des hinterradgetriebenen SLS nichts ausrichten. Immerhin erhebt sie jeden Käufer in den Stand eines starterprobten Rennfahrers, er muss nur folgendes ...
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