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... Jahrtausenden bewahren können. Ihre Burgen hielten den rö- mischen Legionen stand. Die mächtigsten der marokkanischen Sultane, die sich ganz Nordafrika und Spanien unterwarfen, vermochten sie nicht zu meistern. Niemand hatte Lust, seine Truppen in den Gebirgstälern sich verbluten zu lassen, im Kampfe gegen einen Feind, der doch nicht zu fassen war. Denn es war kein geschlossener Staat, keine Einheit, gegen den man vorgehen musste, sondern eine unübersehbare Zahl von wilden Stämmen, die in praktischer Anarchie lebten, in ewigem Kampfe miteinander und untereinander — Krieger von Geburt, Krieger von Beruf. Erst dem Volke, das von weit her kam, auf schwimmenden Festungen, mit ganz unbekannten fürchterlichen Waffen, gegen die man sich nicht verteidigen konnte, mit neuen Methoden, gelang es, den Widerstand zu brechen. Und auch ihnen bisher nur zum Teil. Noch führen die Franzosen Krieg, im Hohenund im Anti- Atlas, noch ringen sie in harten Kämpfen oft mit grossen Verlusten den Aufständischen Zoll um Zoll ab. Auf dem Boden aber, den die Truppen einmal besetzt, sind die Franzosen sehr rasch die unbedingten Meister der Situation. Letztes Jahr erst wurde das Tafilelt, die Täler am Südfusse des östlichen Teiles des Hohen Atlas unterworfen. Heute kann man mit dem Autocar oder im Privatauto hinfahren, ohne spezielle Erlaubnis, ohne Geleit, ohne Bewaffnung, kann sich dort ...
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