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... nicht. Und gar am Sonntag ausserhalb der Stadt! Der klugeMann bricht morgens um vier Uhr auf, dann hat er zunächst wenigstens freie Bahn. Aber schon gegen Mittag ist das zu Ende. Und wenn man gar so unvorsichtig ist, bis zum späteren Nachmittag draussen zu bleiben,so kommt man unrettbar in den « Traffic » hinein, in den unendlichen Zug der Sonntagsfahrer, in dem es keinAusbrechen und kein Ueberholen mehr gibt, weil jedes Fleckchen Strasse ausgefüllt ist; dann braucht man zurHeimfahrt die doppelte Zeit wie zur Ausfahrt. In den Mittelstädten ist das Strassenbild fast noch stärkerdurch das Auto bestimmt. Da stehen in den inneren Strassen die ganze Geschäftszeit hindurch die dichtenReihen, ein Wagen immer neben dem anderen, auf beiden Seiten der Strasse, deren halbe Breite dadurchausgefüllt ist. Und das Kunststück für den neu Anfahrenden ist, überhaupt noch einen Platz für seinenWagen zu finden: oft muss man fünf, selbst zehn Minuten weiterfahren, um solch einen Platz zum «Parking » zu ergattern. Das ist dann die einzige Entschuldigung für Unpünktlichkeit, zugleich die einzige Gelegenheit für den Städter, seine Beine zum Gehen zu gebrauchen, denn wenn er nicht wenigstens diese Entfernung zu Fuss zurücklegen müsste, würde er das Gehen überhaupt verlernen; wo Platz ist, kurbelt er sein Auto an, auch wenn er nur ein paar Dutzend Meter weitvon einer Ecke zur andern ...
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