Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Schweiß und Tränen, bis das Haus stand. Mit 76 Jahren war der charismatische wie egozentrische Wright der prominenteste Architekt der USA. Das Guggenheim wurde die Krönung seines Schaffens. Rebay und Guggenheim wollten ein aufsehenerregendes Gebäude für die Avantgarde. Mit seiner radikalen Formensprache erfüllte Wright nicht nur ihre kühnsten Träume, er drehte die Schraube noch um einiges weiter. Als Verfechter einer »organischen Architektur« verabscheute er Geradlinigkeit und konventionelle Museumsarchitektur – zugunsten einer sich windenden Rampe, an der die Kunstwerke ausgestellt werden. Eine Glaskuppel, durch die das Tageslicht strömt, krönt die rund 400 Meter lange Rampe 30 Meter weiter oben. Wrights Idee der gewundenen Rampe fand zwar zunächst Anklang bei Guggenheim, aber mit insgesamt sieben Entwurfsänderungen wurde es letzten Endes ein langer, steiniger Weg, bis man sich endgültig geeinigt hatte. Guggenheim starb 1949. Unter Rebays Vorsitz stritt dann die Stiftung erbittert mit Wright über jedes noch so winzige Detail der Planung. 1952 gab sie auf, legte ihr Amt – erzwungenermaßen – nieder und beschloss, nie mals auch nur einen Fuß in das Museum zu setzen. Ihr Nachfolger James Johnson Sweeney hatte eine eigene Vision, wie das Zuhause für die Sammlung aussehen müsste, er legte Wright weitere Steine in den Weg. Der Höhepunkt des ...
Kommentare