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... etwas Tolles gemacht wurde, und im Umgang mit dem System war er sehr gewieft. Auch könnte man einwenden, dass Alain Prost von den Filmemachern rau behandelt wurde, aber Senna hatte nun mal Anziehungskraft und Charisma ohne Ende – und das war ja auch der Hauptgrund für die Produktion des Films. Probleme mit Motorsportfilmen entstehen immer, sobald man vom Dokumentarstil abweicht und ins Reich der Fantasie umschwenkt. Seit Jahrzehnten hat es keinen realistischen Renn-Film mehr gegeben. Heute würde kein Mensch mehr das bringen, was einst Steve Mc- Queen abgezogen hat. Außerdem sind die klassischen Rennstrecken nicht mehr das, was sie einmal waren – und die, die es noch sind, würden ein Vermögen kosten, wollte man sie anmieten. Filme wie Le Mans oder Grand Prix zu drehen – und dann noch mit aktuellen Autos – wäre deshalb heute so gut wie unmöglich. Trotzdem hat der Film Senna die Tore für weitere historische Verfilmungen geöffnet. Der hartumkämpfte Formel-1-Weltmeistertitel 1976 zwischen Niki Lauda und James Hunt liefert die Story zu Ron Howards für 2013 angekündigten Film Rush. Mit Filmen wie Apollo 13 und Nixon/Frost hat Howard mehrfach bewiesen, dass er wahre Geschichten mit Fingerspitzengefühl zu inszenieren versteht. Action und Drama hat der Regisseur auch drauf, wie jeder weiß, der sich an Highway 101 – Vollgas bis die Fetzen fliegen ...
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