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... und als Getränk Pinga, ein Schnaps wie Höllenglut. Mittlerweile hatte die Hitze den Höhepunkt erreicht. Ich mass 41 Grad Celsius im Schatten. Von Rio Tiete an fuhr der zweite Wagen, französischer Abstammung, voraus. Dies machte uns die Fahrt noch viel schwieriger, da der Wagen tiefe Furchen hinterliess, so dass der Ford fortwährend herausgeschaufelt werden musste. Merkwürdig, wie oft der Wagen auch einsank, nie hörte ich einen der Brasilianer fluchen oder auch nur eine Bemerkung machen. Mit stoischer Ruhe zogen sie den Rock aus und arbeiteten, bis der Wagen wieder auf festem Boden stand. Wenn ich eine Einwendung machte, lautete die stereotype Antwort: « Sei ein Brasilianer !» Das heisst nichts anderes als: Rege dich nicht auf ! Hinter uns rumpelte der Lastwagen der Fazenda, der erste Wagen, der bis Santa Flora fuhr. Er war mit Bier, Kerzen, Munition und Tabak beladen. Ich weiss nicht, wie oft ich das Zeug in der Hand hatte — wir luden ab und luden auf, bis der Karren wieder flott war — auf alle Fälle war es ein Rekord. Um 4 Uhr abends fuhren die Wagen auf der Fazenda Alcibiades de Oliveira ein. Die Boys hatten am Abend zuvor einen gewaltigen Jaguar geschossen. Ein Mann war durch die Bestie getötet worden. Nach weiteren zwei Stunden erreichten wir todmüde die Fazenda Santa Flora. Hier bezogen wir unser < Appartamento », ein winziger Raum, das ...
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