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... mia, was für eine Atmosphäre: Belle Epoque zum Anfassen. Deckengemälde und Stilmobiliar. Palmen im Wintergarten, Caesarenbüsten auf der Terrasse, 60 Meter hoch über dem blanken Meeresspiegel. Der Gala-Blick hinüber zum Vesuv, hinüber zu den Inseln Ischia und Procida, Silhouetten im Abendrot, hin- über nach Neapel, wo die ersten Lichter in die Nacht blinken ... Wenn dann obendrein Barkeeper Luigi die Kassette mit Elvis einschiebt, »Are you lonesome tonight?« - dann wird endgültig klar, daß der alte Zauber lebt. Daß der Golf von Neapel und der Golf von Sorrent Balsam sind für gestreßte Seelen, nach wie vor jedenfalls ein klassisches Ziel für Reisende auf der Suche nach der blauen Blume der Romantik. Wir befinden uns in einem der Nobelhotels von Sorrent, dem »Excelsior Vittoria« - erbaut 1834, zu den Zeiten, als die englische Oberschicht und wohlhabende Weltenbummler die Reize dieser vulkanisch-üppigen, nach Orangenblüten duftenden Gefilde zu entdecken begannen. Und Sorrent zu einer der angesagten Sommerfrischen des alten Europa geriet. Richard Wagner und Enrico Caruso schmücken das Gästebuch des Hauses, Konrad Adenauer und Ronald Reagan. In der Mehrzahl freilich tragen gewöhnliche Touristen aus Frankfurt, Tokio oder Chicago ihre Namen ein - Zeitgenossen mit gutem Geschmack und genügend Geld auch, um ...
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