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... Chronik der letzten 30 Jahre angehören; immer, wenn es galt, eine tüchtige automobilistische Leistung auszuzeichnen, stand ein Mar tini im Vordertreffen des Erfolges. Eine der schönsten Leistungen Martini scher Präzision haben wir selbst im «Deutschen Kaiserpreis-Rennen» im Taunus im Jahre 1907 miterlebt; damals lag die Elite der klassischen Automobil marken von Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien im Wettkampf. Ge meldet waren unter etwa 40 hochwerti gen Fahrzeugen auch drei Martini- Rennwagen. Die Taunus-Rundstrecke führte über kupiertes Gelände, etwa 70km lang, mit zahlreichen komplizier ten Kurven. Die Martini-Wagen waren zwar nicht die schnellsten, allein sie vollbrachten eine Leistung, die auch heute noch, nach bald 20 Jahren, Be wunderung erheischt. Mit einer un- übertreffbaren Genauigkeit brachte die Martini-Mannschaft jede einzelne Run de von 70 km hinter sich; die Differenz zwischen der längsten und der kürze sten Rundfahrt betrug noch nicht ein mal 20 Sekunden! Man konnte an den Tribünen mit der Stoppuhr in der Hand das Auftauchen der roten Martini-Wa gen fast auf die Sekunde genau voraus berechnen. Wir schrieben damals, dass der Expresszug auf dem Schienenweg von Bern nach Ölten nicht mit grösse rer Genauigkeit seine Fahrten absolvie ren könne als die Martini-Wagen auf 70 km Landstrasse. Die vieljährige Kriegstragödie hat auch «Martini» schwer ...
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