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... sprach Kalmückisch, als wäre es seine Muttersprache. Nur, glaube ich, kam der liebliche sächsische Tonfall manchmal im Redeeifer ungewollt mit hinein. Die unglaublich schmutzige Kalmückenjugend näherte sich bedächtig unserem Auto. Sie betasteten Kotschützer, Pneus, und . . . den Kühler. Verbrannten sich natürlich die kleinen Schmutzfinger und nahmen heulend reißaus. Es war ein sehr neckischer Anblick. Ein halbwüchsiger schlitzäugiger Gesell brachte eine Leiter, und nunmehr entkletterten wir dem Inneren der Pinne. Vorbei an mehreren Zelten, von denen eins dem anderen glich, wurden wir vom Saissangen — dem Häuptling — in sein fürstliches Zelt geführt. Durch eine filzlappenverhangene Öffnung . . . und wir standen in dem Inneren des runden Filzzeltes. Blauer Himmel und grauer Filz über uns, Filz um uns, Filz überall. Und trotz der Rauchabzugöffnung in der Decke ein Gestank in der Bude — fürchterlich! Ein Dreifuß aus Eisen in der Mitte, darauf ein eiserner Pott, darin eine undefinierbare Flüssigkeit, darunter Feuer aus getrocknetem Kuhdung . . . und das trinken. Doch hoffentlich nicht ... „Sogleich werde ich Sie mit Tee bewirten," ließ mir der Häuptling durch den Dolmetscher sagen. — Ich erschrak. Sollte das etwa?? Eine Pfeife ging reihum. Ganz k la Karl May und Sioux-Indianer. Ich tat ein paar Züge. Kein Machorka, kein übler Tabak ...
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