Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... der meisten italienischen Konstruktionen, an dem eine rührige und einfallsreiche Zubehörindustrie entscheidenden Anteil hatte, ihren Niederschlag. Mit einem erstaunlichen Schwung hat der italienische Motorradbau, die Folgen des Krieges, der das Land schwer beimsuchte, überwunden — aber er knüpfte nicht an den Stand von 1939 an, son dern stellte sich überraschend schnell auf die neuen Verhältnisse um: Der Schwerpunkt der italienischen Entwicklung liegt heute bei der Leichtmaschine, vom Fahrradhilfsmotor bis zur 250er. Die Erfahrungen des stilliegcnclen italienischen Flugzeugbaues wurden in sehr fortschritt lichen, ja, vorbildlichen Motorrollern ausgewertet. Die bedeutendste Wandlung liegt aber auf motorischem Gebiet: Italien „entdeckte“ den Zweitakter! Wie überall in der Welt bat sich in Italien der Flachkolben zweitakter durchgesetzt, und wenn man die Wülste der Spülkanäle in ihrer Lage zum Auspuffkanal richtig deutet, dann dürfte auch hier vorwiegend die Schnürlc-Umkehrspülung aiigewendet werden. Interessan ter als die zahllosen 125er, die sich kaum voneinander unterscheiden, ob sie nun von Bianchi, Sterzi, MV oder Morini gebaut werden, und unverkennbar deutsche Baumerkmale zeigen, sind die ideenreichen Kleinstmotoren. Ähnlich wie der bekannte Mosquito-Motor der einst mals berühmten Garelli-Werke ordnet Leone Vincenzo den liegenden 50-ceni-Zweitakter, ...
Kommentare