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... schönsten Küstenstreifen. Er hat allein 80 abgeteilte Strände mit gelbem Sand und smaragdgrünem Wasser (das der Küste den Namen gab), zeichnet sich durch reizende Buchten aus, durch verstreute Felsen und viel Grün. Hier gefiel es dem Prinzen so gut, daß er beschloß, beim Besiedeln dieses Gebietes der Natur die Rolle des Landschaftsplaners zu übertragen. Das heißt: Seine Architekten durften nur dort bauen, wo sich eine Villa, ein Bungalow oder ein Hotel zwanglos einfügte, ohne zu stören. Außerdem durften nur Baustile verwendet werden, die den herkömmlichen sardischen Bauten entsprachen. Was ich hier schreibe, klingt wie ein Reklamevers. Die Costa Smeralda hat ihn nicht nötig, sie fand auch so schnell genug Freunde. (Der ehemalige Bundesminister Ernst Benda hat dort, wie man hört, ebenfalls eine Villa.) Es ist vielmehr so, daß man anderen Ferienküsten nur wünschen könnte, es wäre ihnen eine solch pflegliche und geschmackvolle Bebauung verordnet worden. Schade ist nur, daß sich dieses hervorragende Feriengelände mit seinen Nobelhotels, Golfplätzen, Jachthäfen, peinlich gepflegten Badestränden und Feinschmeckerrestaurants durch ebenso hervorragende Preise auszeichnet. Normalbegüterte Feriengäste haben dort wenig Chancen. Nicht, daß man sie über die Achsel ansehen würde. Der Snobismus der Wohl- Ferienzentren auf Sardinien entdeckt man erst auf den zweiten ...
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