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... diesem Tag in Sarajevo bewegte sich der kaiserliche Konvoi – nach einem ersten Handgranatenattentat en route zum Garnisonsspital – praktisch direkt vor den Pistolenlauf des Attentäters. Der erste Schuss verfehlte den Landeschef Bosnien-Herzegowinas, Feldzeugmeister Oskar Potiorek, durchschlug die Bordwand und traf Herzogin Sophie von Hohenberg; der zweite ihren Gatten. Innerhalb von Wochen eskalierte die ohnehin brodelnde politische Krise so schnell, so sehr, dass die Ereignisse dieses Tages in Sarajevo als Auslöser des Ersten Weltkriegs gelten. Warum war der Thronfolger der Donaumonarchie in Bosnien, einem Zentrum politischer Konflikte, weswegen in einem offenen Wagen? Ohne einen Bruchteil der europaweiten Krise und ihrer Implikationen hier auch nur anzureißen, scheint ein Vergleich zu Kennedy in Dallas 1963 aufschlussreich. So wie JFK nach der Kubakrise – fast Auslöser eines Atom-Weltkriegs – in einer Republikaner- Hochburg dem Volk zuwinkte, obwohl die CIA nach dem Desaster in der Schweinebucht sauer war, das FBI wegen Affäre zu Playgirl (unter Spionageverdacht) nervös ... Damit vergleichbar waren die Umstände, unter denen sich Franz Ferdinand – als Leiter der Militärkanzlei – nach Bosnien begab. Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn, seit Jahrzehnten auf schlingerndem Kurs unter dem Kaiser und König von Ungarn Franz Joseph I., geriet auch durch die ...
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