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... Berufsbezeichnung heißt. Für meinen Staubsauger-Kollegen bedeutet das: Pro Spitzenmodell, das er für knapp 1000 DM an den Mann (oder meistens an die Frau) bringt, bekommt er 220 DM, am Zubehörverkauf von der Elektrobürste bis zu den Filtertüten verdient er 15 Prozent. Dazu gibt es für alle Verkäufe Punkte, die im firmeninternen Wettbewerb noch einmal Zusatzprämien bringen. Von der Firma offiziell verboten, aber als Nebengeschäft lukrativ ist die Möglichkeit, Alt-Staubsauger in Zahlung zu nehmen und damit einen schwunghaften Handel zu betreiben. Als Versicherungsvertreter, wo mir im Inserat »4000 DM und mehr« in Aussicht gestellt worden waren, könnte ich solche Zusatzgeschäfte nicht machen. Aber das Geld scheint hier geradezu auf der Straße zu liegen. »Die 4000 DM können Sie schon bei einem einzigen Abschluß als Provision kassieren«, erklärt mir ein freundlicher Herr bei der Vorstellung, »und ein Hauptberufler, der bei uns nicht fünfstellige Summen im Monat verdient, versteht nichts vom Geschäft.« Und wie kriegt man einen Kunden dazu, 500 Mark im Monat für eine Lebensversicherung auszugeben? »Ganz einfach«, erklärt der Versicherungsmann. »1. Frage: Glauben Sie, daß Sie zuviel oder zuwenig Steuern bezahlen? 2. Frage: Wollen Sie schon im nächsten Monat weniger Steuern bezahlen? Wenn der Kunde darauf anspringt, ...
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