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... Entworfen von dem ehemaligen Alfa-Romeo-Ingenieur Wifredo Ricart, grenzte es fünfzehn Jahre nach dem spanischen Bürgerkrieg an ein Wunder, dass in einem Land, das praktisch bar jeglicher Art von Transportwesen war, ein Super sportwagen entstehen konnte. Auch die Arbeiter von ENASA konnten es kaum glauben: »Es ist ein armes Land, das ein Auto für die Reichen baut«, soll ein gängiger Kommentar der Angestellten gewesen sein. Er bringt das Paradoxon des Pegaso auf den Punkt. Nach 1945 isolierte die Diktatur von Franco das Land zunehmend vom Rest Europas. Dazu deklarierte man stolz nach außen wie innen Autarkie. Zur Demonstration von Größe und Stärke ließ Franco – egal, mit welcher Anstrengung – die finstersten iberischen Mythen wieder aufleben. Dazu Francesco Torres, im Jahr 2001 Kurator einer Pegaso-Retrospektive im CCCB (Centre de Cultura Contemporània de Barcelona): »Es gibt ein merkwürdiges Zusammenspiel in dem Kontext des gebrochenen Landes einerseits und dem Vorhaben, eine außergewöhnliche Maschine zu bauen; was der exaltierten Kultur in Francos Nachkriegs-Spanien entspricht, wo man propagierte, den Ruhm als Weltreich anzustreben.« Gebaut werden sollte das Auto im traditionsreichen Werk von Hispano-Suiza. Der Betrieb war verstaatlicht worden und umgetauft in ENASA (Empresa Nacional de Autocamiones, S.A.). Wifredo Ricart war gerade aus ...
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