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... heutigen Höhe geführt. Darüber kann nur eine Meinung herrschen, selbst unter den Karossiers. Die Zunahme der Serienkarosserie weckte den Wunsch nach der individuellen Karosserie in erhöhtem Masse. Die Individualität bricht sich auch heute noch, im Zeitalter der Technik, ungehemmt Bahn. Solange der Mensch Bedürfnisse hat, wird das Verlangen nach Eigenem, « Auf den Leib geschnittenem » bestehen. « Auf den Leib geschnitten » ist die Arbeit des Karossiers so gut wie des Schneiders. Trotz der beherrschenden Konfektion und ihrer vorzüglichen Qualität lassen doch jährlich Tausende und Abertausende ihre Kleider vom Massschneider arbeiten. Der Schneider des Automobils ist der Karossier Die Verhältnisse liegen beim Automobil keineswegs anders. Obwohl die Standardtypen in mittlerer und besserer Preislage allen Anforderungen des guten Geschmackes, ja selbst verwöhnten Ansprüchen gerecht werden, besitzt der Karossier seinen grossen Kundenkreis. Der Grund ist eben die Abneigung des Individuums gegen die Schablone. Das Gewerbe des Karossiers — man darf hier füglich von einer Kunst sprechen — hat im Zeitalter des Motorfahrzeuges eine eigentliche Auferstehung erlebt. Als die ersten Schienenstränge durch unser Land gelegt wurden, brach ein verzweifelter Kampf der Wagenbauer-Zunft mit der Eisenbahn aus. Der Sieg war auf der Seite des Stärkeren, des Fortschrittes. Das ehedem ...
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