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... ist. Als gelernter Automechaniker kaufe ich mir, bis auf eine Ausnahme, Oldund auch Youngtimer, die zuverlässig und noch einigermassen in Eigenregie zu warten sind und ohne Riesenelektronik fahren können. Die Jungen von heute träumen nicht, sie fahren das Beste, Schnellste, Teuerste, was ihnen die Leasingfirma bezahlt. Ein Oldtimer interessiert nicht und wenn, dann ist es ein Youngtimer, heruntergeritten, mit künstlichem oder echtem Rost, tiefergelegt und mit breiten, schwarzen Felgen und einem Schlitten oder 3-Rad aufs Dach gebunden, weil sie das für cool halten. Das Hobby, wie ich es pflege, mit Freude an der Geschichte meiner Autos, mit Freude an den schmalen 4,5 Zoll breiten Rädern mit 155er Bereifung am MGA, mit Geduld für das umständlich aufoder abzubauende Verdeck, all das kann die Generation Handy nicht, sie wissen nicht mal, wie man ein Kurbelfenster öffnet, geschweige denn einen Vergasermotor bei Kälte startet. All das stirbt aus, diese Freude bekommt man in frühester Kindheit mit. «Alte Säcke» wie ich können das nicht mehr vermitteln. Unlängst wurde ich sogar in meinem MGA von der coolen Generation im schwarzen (was denn sonst?) Leasing-Audi RS6 durchs offene Fenster angepöbelt, ich solle mit «meiner Schissi abhauen». Ich bin sicher, dass der Fahrer nicht mal die Hälfte des Preises für meine «Schissi» bar auf den Tisch legen könnte! Darum ...
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