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... das Wunder, dem zuliebe wir unsere Rösslein gesattelt haben und ausgezogen sind, um in schweizerischem Sinne einmal gen unser eigenes Ostland zu reiten. Gar keine Rede kann davon sein, diesmal im Bündnerland bloss nach Bergen, Wäldern, Gletschern und besonnten Alpenseen auf die Pirsch zu gehen, obwohl die Jagdgefilde der Grauen Puren gerade in dieser-Hinsicht sehr ergiebig sind. Noch edleres Wild, buchstäblich edles, soll jetzt unsere Strasse kreuzen. Eigentlich hat man es schon immer gewusst, dass Graubünden neben seinen vielen Schönheiten noch über eine Romantik des Mittelalters verfügt und einen Burgenzauber von ausgesprochener Intensität wie kein anderes Gebiet der ganzen Schweiz ausstrahlt. 'Seltsam genug müsste es anmuten, wenn das uralte strategische Land der Pässe, der Verbindungswege zwischen italienischer und germanischer Welt zu seiner Zeit nicht bis zu den Zähnen befestigt und bewehrt, gepanzert und bewaffnet worden wäre! Schon wer bei Maienfeld die lichtvolle Schale des Rheintales betritt und sie bis gegen Chur durchmisst, fühlt sich von Dorf zu Dorf in stärkerem Masse ritterlich umgeben, ihn grüssen der mächtige Turm von Maienfeld, das Gemäuer von Aspermont, die schöne Ruine Wynegg, die den Eingang ins Prättigau markiert; das stolze Herrenschloss Marschlins, Castrum Marsilinum genannt und auf Befehl Pippins des Kurzen 755 erbaut (von 1770—1777 ...
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