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... die Besprechung war streng, aber nicht vernichtend. Ist das Buch nicht sexy genug? Ich meinte, ich hätte nichts vergessen. Buchtester Seiffert hielt die Illustra tionen für brav. Barbusigkeit schien mir ein Maximum. Gut. Also mehr Haut. Auch müsse man, meint er, nüchterner Vorgehen. Gut. Ist auch gekauft. Vielleicht so nüchtern, wie die Marktabklopfer und Tiefenheinis die intimen Gefühle von Autofahrern heute für das Umsatzplus einplanen? Wäre da nicht in der Buchbespre chung ein Wörtchen der Warnung am Platz gewesen? Es gibt Leser, die sich ein solches Buch nicht kaufen, weil sie es bei Bekannten schnell, aber eben nicht gründlich genug durchblättern. Leider sah der Buchtester im Buch autor nur einen Maschenhäkler, der mit der Wurst nach der Sex-Seite wirft, um so ein wenig abzustauben. Und dabei übersah er wohl den ern sten Hintergrund: Den zu wenig er kannten Einfluß, den das Auto auf unser geheimes Leben nimmt. Auch die Kurbelwelle vibriert nun einmal — jedes Jahr stärker — und mit ihr die Passagiere. Da kann auch die Sittenwacht nichts daran ändern („Fotos, auf denen mit Mädchen gar nierte Autos zu sehen sind, fallen unter den Tisch"). Autofahrer sollten wissen, was sie an Rüttelmatratzen und Anstiftern für ihr gutes Geld ein kaufen. Aber ich will gerecht sein — es tat mir gut, aus des Kritikers Mund hohe Worte von hohem ...
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