Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Autos aufbaut, wird die volle Unterstützung der Familie zuteil. Ihm und der Isetta zuhebe hat Frau Kirsten sich sogar ein weiß-rotes Kleid im Pettycoat-Stil der sechziger Jahre machen lassen. Worin sie, wie ihr Mann findet, „richtig süß aussieht“. Wie aus dem Ei gepellt kommt auch das Wägelchen daher - der Liebling der Familie, vor dem die Enkel und Nachbarskinder Schlan ge stehen, um mal mitgenommen zu werden. „Babyauto fahren“ nennen die dreiund vier einhalbjährigen Enkelsöhne Henrik und Kon stantin das. Dabei gilt die Isetta in der Wirt schaftswunderzeit als ernst zu nehmendes Auto, denn sie bietet vielen Menschen erstmals Mobilität auf vier Rädern. Mit ihrer eiförmigen Zweckform, der Fronttür und dem soliden Einzylindermotor aus dem BMW-Motorrad R 25/3 fahrt sie von 1955 bis 1962 auf der Stra ße des Erfolgs. Wölfgang Berg arbeitet Anfang der sechzi ger Jahre während der Ferien in einer Braue rei, bis er 400 Mark zusammen hat, um seinen Beitrag zum eigenen Auto zu leisten. Denn obwohl es „die Eltern knapp hatten“, steuert der Vater noch mal den gleichen Betrag bei. Fortan ist der Student in Braunschweig mit einer Isetta unterwegs. „Sommers wie winters war sie immer zuverlässig“, erinnert sich der heute 71-Jährige. Das sei schon erstaunlich gewesen für ein so kleines Auto im harten Ganzjahreseinsatz. 1966 zieht der junge Ingenieur nach ...
Kommentare