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... Himmel so nahe: Italie nischer Stier trifft auf schwäbisches Rennpferd im österreichischen Montafon S eidig glänzt das Cremeweiß in der Sonne, und aus den silber farbenen 19-Zoll-Felgen strah len die goldenen Innenränder der Bremsscheiben wie Kreolen an einer schönen Frau. Kurz bevor stille Be trachter von den peinlichkitschigen Wogen einer Modezeitschriften-Idylle berührt werden könnten, röhrt der ita lienische Rotzlöffel jedoch die Tusche von den Wimpern - unartig, nur not dürftig gezähmt und mit einer Verbren nungs-Ouvertüre, so schmutzig und cool wie ein ölbefleckter Rennoverall. Wenn das knappe Stoffkäppi sirrend fällt und zehn Zylinder in V-Formation nur ine Nockenwellenlänge hinter den Ohren mit 24,7 Meter pro Sekunde Heavy-Metal-Beat trommeln, bleibt selbst bei strahlend blauem Himmel nur noch eine Frage: Wo ist der nächs te Tunnel? Dort baden und beben die Insassen ohne Blechdachfilter in einem infernalisch röhrenden Akustik-Feuer, das reflektionspotenziert den Herz schlag beschleunigt wie eine intra venöse Adrenalinspritze. 8000/min schüttelt der Sauger dabei so locker aus den Pleueln wie italienische Raststätten die Espressi aus den Gaggia-Maschinen: Jeder Gasstoß ein blitzartiger Kick. Der offene 911 Turbo sucht dagegen nicht die Aufregung extremer Tourenhöhen. Sein trockensumpfgeschmierter Sechszylin der macht knapp über ...
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