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... und Weltanschauung machen wollte. Das tun hoffentlich auch nicht der neue Bundes-Städtebauminister, Hans-Jochen Vogel, und der fast neue Bundes-Verkehrsminister, Lauritz Lauritzen. Möge ihr kühler Juristenver stand die Tatsache einkalkulieren, daß das Auto neben weniger guten auch gute Seiten hat. Daß es als Bestandteil der vielberufenen „Lebensqualität" wohl kaum übersehen werden kann — sogar in ideeller Hinsicht: In Berlin wurde die Umwandlung des Kur fürstendamms in eine Fußgängerzone mit dem Argument abgelehnt, daß der „Ku-Damm" ohne den pulsieren den Verkehr viel von seiner Atmosphäre verlieren wür de . Berlin ist eben nicht Juist und nicht Zermatt. Differenzierung — das ist es, was man von den neuen Regenten des Verkehrs und des Städtebaus erwar ten darf. Wir sind ohnehin nicht verwöhnt, was das Auto-Engagement auf Bonner Ministersesseln angeht: Ausgesprochene Enthusiasten waren dort bisher nicht zu finden. Das Auto ist traditionsgemäß etwas von Staats wegen Unerwünschtes . Aber es ist auch schon immer eine Realität, mit der man leben muß und die dem Staat Steuergelder und der Wirt schaft Auftrieb verschafft. Vielleicht erweist es sich als ein Plus, daß Lauritzen — anders als Leber — wenig vorgefaßte Meinungen mitbringt und somit nüch terner urteilt — vielleicht sogar in Sachen 100 km/h, falls sich zeigt, daß diese Maßnahme ...
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